Im Winter reduzieren viele Menschen ihre körperliche Aktivität, um der Kälte aus dem Weg zu gehen. Dabei kann ein Trainingsprogramm in dieser Jahreszeit spürbare Pluspunkte für Gesundheit und Wohlbefinden bringen – körperlich wie mental.
Gerade regelmäßiges Krafttraining im Winter hat Vorteile, die weit über Muskelaufbau und mehr Kraft hinausgehen. „An kalten Tagen zu trainieren kann anspruchsvoller sein, aber es ist wichtig, motiviert zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen. Denken Sie an die langfristigen Vorteile, die eine Trainingsroutine für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Körper und Geist bringen kann – unabhängig von der Jahreszeit“, sagt Lucas Meireles, Koordinator von Tonus Gym – einem Studio-Netzwerk der Grupo Smart Fit mit Fokus auf Krafttraining.
Damit es dir leichter fällt, deine Trainingsroutine auch im Winter beizubehalten, findest du hier einige Vorteile von Krafttraining in dieser Zeit des Jahres.
1. Verbrennt mehr Kalorien
Durch Krafttraining steigt die Muskelmasse – und damit auch der Kalorienverbrauch. Das ist besonders hilfreich, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, die in dieser Jahreszeit häufig vorkommt. „Im Winter verbraucht unser Körper zusätzliche Energie, um warm zu bleiben. Wenn Sie Krafttraining machen, stärken Sie nicht nur Ihre Muskeln, sondern kurbeln auch den Stoffwechsel an“, erklärt Lucas Meireles.
2. Beugt Verletzungen vor
Wenn du durch Krafttraining Muskeln kräftigst und Gelenke besser stabilisierst, wird der Körper nicht nur für die Anforderungen der Übungen, sondern auch für viele Bewegungen im Alltag besser vorbereitet. „Der Aufbau einer robusten Muskulatur senkt das Verletzungsrisiko beim Sport deutlich, sodass Sie eine aktive Routine sicherer genießen können“, ergänzt er.
3. Verbessert die Stimmung
Im Winter sinkt die Laune bei vielen – nicht nur wegen der Kälte, sondern auch aufgrund von weniger Tageslicht und Veränderungen im Tagesablauf. Regelmäßiges Krafttraining kann hier jedoch ein starker Verbündeter sein, um den Antrieb zu erhöhen.
„Beim Training werden Endorphine ausgeschüttet – Hormone, die mit Freude und Glücksgefühlen verbunden sind. Diese hormonelle Reaktion kann dabei helfen, die Stimmung zu heben, Stress zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. So fällt es leichter, den Winter mit einer positiveren Perspektive zu erleben“, erklärt der Fachmann.
4. Reguliert den Appetit
Im Winter verspüren viele mehr Hunger, weil der Wunsch nach energiereichen Lebensmitteln steigt, um den Körper zu wärmen. Regelmäßiges Krafttraining unterstützt jedoch die Regulation von Hormonen, die Hunger und Sättigung beeinflussen – etwa Ghrelin und Leptin. Dadurch werden Stoffwechsel und Kalorienverbrauch angekurbelt, was den Appetit besser ausbalanciert und übermäßigem Essen entgegenwirken kann.
5. Sorgt für bessere Schlafqualität
Nach körperlicher Aktivität braucht der Körper Zeit, um zu regenerieren und Energiereserven wieder aufzufüllen – und genau dafür ist Schlaf entscheidend. „Wenn Sie eine Routine im Krafttraining etablieren, werden Sie einen tieferen und erholsameren Schlaf erleben“, sagt Lucas Meireles und ergänzt: „Körperliche Übungen wirken entspannend auf Körper und Geist, bauen Spannung ab und vermitteln ein Gefühl von Ruhe – das trägt zu einer verbesserten Schlafqualität bei“.
6. Hilft, den Körper warm zu halten
Krafttraining im Winter ist eine sehr gute Möglichkeit, den Körper auf natürliche Weise zu wärmen. Denn Kraftübungen regen die Durchblutung an, erhöhen die Körpertemperatur und stimulieren den Stoffwechsel, der an kalten Tagen oft langsamer arbeitet. Außerdem erzeugt der Körper durch Muskelarbeit und Anstrengung innere Wärme, was dem Kältegefühl entgegenwirkt.
7. Stärkt das Immunsystem
Der Winter gilt als Zeitraum mit mehr Grippe-, Erkältungs- und anderen saisonalen Erkrankungen. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist – einschließlich Krafttraining –, trägt zur Stärkung des Immunsystems bei und kann dadurch möglichen Krankheiten vorbeugen.
„Training verbessert die Durchblutung, erhöht die Sauerstoffversorgung des Gewebes und fördert die Ausschüttung von Stoffen, die die Immunantwort des Körpers stärken. So wird der Organismus widerstandsfähiger gegen wintertypische Krankheiten und Infektionen“, erläutert Lucas Meireles.
Aufwärmen im Vorfeld ist entscheidend
Bevor du im Winter mit Krafttraining startest, solltest du einige Punkte beachten. Lucas Meireles empfiehlt, zunächst die Körpertemperatur zu erhöhen und Muskeln sowie Gelenke zu aktivieren, bevor das eigentliche Training beginnt – andernfalls steigt das Verletzungsrisiko deutlich.
Außerdem betont der Trainer, dass es keine spezifischen Gegenanzeigen dafür gibt, bei Kälte Krafttraining zu machen. Wichtig seien jedoch ein gründliches Aufwärmen, passende Kleidung, ausreichendes Trinken und das Vermeiden von Training im Freien – vor allem bei extremen Bedingungen.
„Außerdem: Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn es einmal nicht klappt – schließlich können Sie es jederzeit wieder versuchen. Ein weiterer Tipp: Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie sich beim Training wohlfühlen, und eine eigene Playlist kann ein großer Anreiz sein. Und zuletzt: Konzentrieren Sie sich auf die Ergebnisse und auf Ihren Fortschritt – das wird Ihr Treibstoff sein, um weiter zu trainieren“, schließt er.
Von Isabella Sala und Redaktion EdiCase
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